Kinospot.de realisiert den aktuellen Kinospot für den
Offenburger Kramer-Verlag.
Wohin mit dem alten Telefonbuch, wenn man es ausgelesen hat? Antwort darauf gibt die aktuelle Telefonbuch-Kinokampagne, die wir für den Kramer Verlag in Offenburg realisiert haben. Konzipiert von meiner Wenigkeit und gedreht vom kinospot.de Team, sind die witzigen Spots auf die Seh- und Erlebnisgewohnheiten der Kinozuschauer zugeschnitten.
In schnellen Schnitten sehen wir, wie ein Boxer kurzen Prozess mit den Telefonbüchern macht. Bis auch er dringend eine Nummer sucht und seine feinmotorischen Fähigkeiten unter Beweis stellen muss. Das Telefonbuch gibt es auch im Internet, der Boxer stellt dies kraftvoll unter Beweis und das Schicksal nimmt seinen Lauf... In erster Linie werden die verschiedenen Erscheinungsformen des Telefonbuchs kommuniziert und zur Abholung der Printausgabe aufgefordert. Insgesamt werden die klassischen Werte des Telefonbuchs neu aufgeladen und humorvoll transportiert.
Aber Humor ist eben immer auch eine Menge Arbeit. Nachdem das Storyboard vom Kunden freigegeben wurde gingen wir davon aus,dass unsere leistungsfähige Castingagentur nur rasch in der Kartei kramen muss und den perfekten Kandidaten herausfischt. Noch ein schneller Anruf bei den Kollegen vom Südwestrundfunk, was die so schönes in Punkto Boxring-Locations wüssten. Tja! So schnell ging es diesmal dann doch nicht. Die Suche nach Boxring wie Darsteller hat sich weitaus aufwändiger gestaltet. Als Expertin in Punkto schwitzige Boxkaschemmen tat sich Werbefilmproduzentin Nathalie Somville hervor, als sie die Boxringe der Region durchhechelte: zu klein, zu neu, zu versifft. Schnell noch Bilder von Boxring, möglichen Darstellern und Umgebung gemacht und weiter ins nächste unpassende olfaktorische Erlebnis.
Fündig wurden wir über eine gute Freundin, die uns den Kontakt zu einem Boxclub vermittelte, zu dessen Besitz auch ein Boxring in Wettkampfgröße aus dem Jahr 1953 gehört, der im Keller einer Turnhalle auf einen neuen Einsatz wartet. Es war aber nicht irgend eine Turnhalle, der Drehort für diesen Spot war: MEINE ALTE SCHULSPORTHALLE!!!!
Auch die Darstellersuche verlief ähnlich verzwickt. Schlussendlich und nach der Sichtung von Heerscharen "böser, bulliger Boxer" kam von unserer Casting-Expertin noch ein letzter Vorschlag, der ins Schwarze getroffen hat.
Mehr durch Zufall und als Beifang bei einem ganz anderen Casting bekamen wir den Kontakt zu Claudio. Und was für ein Glücksgriff! Super Diszipliniert und zum schwarzärgern gutaussehend meisterte er trotz geringer Kameraerfahrung auch alle Anschlüsse instinktiv perfekt. Wir waren beeindruckt. Der Dreh in meiner Heimatstadt Pforzheim war nicht nur ein melancholischer Ausflug an die Stätte meiner früheren Leistungsverweigerung in Sachen Schulsport, sondern auch so eine Art Reunion mit meinem alten Drehteam.
Oliver Seiz, der für die Requisite des zerbrechbaren und wieder zusammenfügbaren Notebooks verantwortlich war und als "Diplom Veranstaltungstechniker mit Schwerpunkt Nebelmaschinen" auch für dicke Luft über dem Drehort sorgte. Auch gab es ein Wiedersehen mit Peter Wegner, der im Produktionssupport gewohnt gekonnt alle Probleme vor Ort tatkräftig aus dem Weg räumte.
Nach einigen Stunden am Schnittplatz, ein wenig Animation, Tracking und Colorgrading entstanden die drei Teilspots der Telefonbuch-Kampagne und führten schon bei der ersten Sichtung zu den geplanten Lachern. Den Spot gibt es im Webkino zu bewundern.
