Bericht von der Fachmesse KINO
über den Start ins Digitalfilm-Zeitalter
Nach über 100 Jahren chemischem Film, wird das Medium Kino digital. Vom Lichtspielhaus mit einem Saal bis zum Multiplex mit mehr als 20 Sälen, die ganze Branche nahm das Konzept zur flächendeckenden Digitalisierung der deutschen Kinolandschaft, das auf der Kinomesse in Baden-Baden vorgestellt wurde, begeistert auf.
Seit einigen Jahren wird nun schon über Konzepte und Strategien beim Digital Rollout diskutiert, doch bisher waren sich die Filmverleiher und die Kinobetreiber nicht einig, von wem die enormen Investitionskosten getragen werden sollen. Das Konzept, das nun vom HDF KINO e.V., dem größten nationalen Kinoverband, vorgestellt wurde, verteilt die Rechte und Pflichten der Beteiligten nicht nur gleichmäßig, sondern soll auch eine flächendeckende Konversion in einem Zeitraum von fünf Jahren ermöglichen. Damit wurde der Grundstein für den Digital Rollout, der voraussichtlich 2010 starten wird, gelegt.
Die Werbefilmproduktion und Mediaagentur Kinospot.de aus Baden-Baden bietet schon seit mehreren Jahren digitale HD-Kopien für die Schaltung in den bereits digitalisierten Kinos an. Da die Standardisierungsprozesse noch nicht ganz abgeschlossen sind, arbeitet Kinospot.de mit allen Anbietern zusammen. Gerade für den Bereich der Kinowerbung ergeben sich durch die flächendeckende Digitalisierung neue Perspektiven.
Neben den erheblichen Kosteneinsparungen durch digitale Kopien, kommt vor allem eine erhebliche Flexibilisierung des Mediums den Werbekunden zu Gute. Werbefilme können nun ganz gezielt und auch kurzfristig eingebucht werden und erreichen somit noch besser ihre Zielgruppe. Neben der klassischen Werbung im Filmumfeld sind nun aber auch Kampagnen im Rahmen von Konzert- oder Sportübertragungen möglich.
Die Vielfalt der Programmangebote und somit auch der Werbemöglichkeiten auf der großen Leinwand werden in den nächsten Jahren erheblich zunehmen und so den Entertainment-Bereich Kino für Werbetreibende noch attraktiver machen.
